*{color:red}Malerei: ... Die heitre Schöpferin der täuschenden Gestalt. Von Leben blitzt es, und die Farben brennen Auf meinem Tuch mit glühender Gewalt. Die Sinne weiß ich lieblich zu betrügen...* [zitat aus "huldigung der künste", friedrich schiller]
Jochen Heins Schiffswracks berühren mich ganz anders als seine Landschaften. Hier ist der Mensch, wenn auch unsichtbar, immer anwesend. Ein verfallendes menschliches Artefakt. Das Bild selbst wie ein Artefakt einer versunkenen Zeit. Geborgen bei einer Ausgrabung im Jahr 3000. Entropie, Verlust, Abschied. Und dazu die ganze Arie literarischer Assoziationen - ein erodiertes Farbphoto von 1944...ein Schiffsfriedhof im Pazifik...havarierte, rostige Seelenverkäufer...B. Traven, Joseph Conrad, Malcolm Lowry etcpipapo...im historischen Sinne romantisch. Emotional. Warm. Menschlich. Ganz ohne die chirurgische Kälte und Distanz, die ich an anderen seiner Bilder wahrnehme.
Herr Bies hat die richtigen Worte gefunden. Wer wünschte sich nicht, all die Geschichten erfinden und erzählen zu können, die in diesem wunderbaren Bild stecken!
was mich an jochen heins korrodierten wracks besonders fasziniert: wie die materialität des bildes die materialität des gegenstandes widerspiegelt. nicht durch die abbildung der erosion, nicht durch den realismus der darstellung werden die schiffe, wird ihre geschichte erlebbar, sondern durch eine übereinstimmung von form und inhalt, die paradoxerweise durch (intellektuelle) distanz nähe und emotionalität erzeugt, die eine kaskade von assoziationen auslöst und die mich so in vielem eher an film und literatur erinnert als die an die so ganz anderen bilder heins.
I enjoy looking at this piece because of the vast amounts of layers that your eyes uncover the longer you stare at it. I can already tell that a picture does not do your work justice.
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Jan-Hendrik von Kuick wrote on 13. March 2007, 13:59:24:
Kotau!
Felix Adelmann wrote on 10. October 2007, 00:47:52:
Oh, how i love this painting...
angela rohde wrote on 10. October 2007, 09:00:43:
*{color:red}Malerei: ... Die heitre Schöpferin der täuschenden Gestalt. Von Leben blitzt es, und die Farben brennen Auf meinem Tuch mit glühender Gewalt. Die Sinne weiß ich lieblich zu betrügen...* [zitat aus "huldigung der künste", friedrich schiller]
the eye feels the iron texture - it's incredible!
peter bies wrote on 10. October 2007, 11:56:18:
Jochen Heins Schiffswracks berühren mich ganz anders als seine Landschaften. Hier ist der Mensch, wenn auch unsichtbar, immer anwesend. Ein verfallendes menschliches Artefakt. Das Bild selbst wie ein Artefakt einer versunkenen Zeit. Geborgen bei einer Ausgrabung im Jahr 3000. Entropie, Verlust, Abschied. Und dazu die ganze Arie literarischer Assoziationen - ein erodiertes Farbphoto von 1944...ein Schiffsfriedhof im Pazifik...havarierte, rostige Seelenverkäufer...B. Traven, Joseph Conrad, Malcolm Lowry etcpipapo...im historischen Sinne romantisch. Emotional. Warm. Menschlich. Ganz ohne die chirurgische Kälte und Distanz, die ich an anderen seiner Bilder wahrnehme.
Jochen Hein wrote on 10. October 2007, 13:09:46:
Your words mean a lot to me Jan, Felix, Angela, Peter – very encouraging!
Helps me to start the (very) large ships I intend to do.
peter carstens wrote on 10. October 2007, 16:51:03:
Herr Bies hat die richtigen Worte gefunden. Wer wünschte sich nicht, all die Geschichten erfinden und erzählen zu können, die in diesem wunderbaren Bild stecken!
Wolfgang Wopperer wrote on 26. November 2007, 23:16:52:
was mich an jochen heins korrodierten wracks besonders fasziniert: wie die materialität des bildes die materialität des gegenstandes widerspiegelt. nicht durch die abbildung der erosion, nicht durch den realismus der darstellung werden die schiffe, wird ihre geschichte erlebbar, sondern durch eine übereinstimmung von form und inhalt, die paradoxerweise durch (intellektuelle) distanz nähe und emotionalität erzeugt, die eine kaskade von assoziationen auslöst und die mich so in vielem eher an film und literatur erinnert als die an die so ganz anderen bilder heins.
Lauren Usher wrote on 22. April 2008, 07:45:17:
I enjoy looking at this piece because of the vast amounts of layers that your eyes uncover the longer you stare at it. I can already tell that a picture does not do your work justice.