top Trasch - Center : Wir dekorieren den Untergang

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Er sass auf der Holzbank links neben den Trockenschleudern, mit dem Rücken zum Fenster und starrte in die Waschmaschine Nummer acht. Hinter seinen Schläfen pochte der Tequila vom Abend zuvor, über ihm brannten die Neonlampen, weil die sowieso Tag und Nacht brennen, und draussen vor dem Fenster, auf dem Spritzenplatz im Hamburger Stadtteil Ottensen, läuteten ein paar Alkoholiker ihre alltäglichen Absturz ein.
>>Wie im richtigen Leben<<, dachte Lothar Mattejat, während er seiner Wäsche zuschaute : Hinter dem zerkratzten Glas der Waschmaschine gurgelte das Wasser hoch. Erst durchsichtig klar, später milchig weiss, dann färbte der Schmutz in den Klamotten das Wasser immer dunkler. Zum Schluss verschwand die Brühe über Abflussschläuche irgendwo hinter der Wand aus Holzimitat, aseptisch und unsichtbar. Und die Kleider hingen sauber, aber kraftlos am Gehäuse der Trommel.
>>Die Welt ist ein Wasch - Center<<, dachte er und fischte das nasse Zeug aus der Maschine. >>Die spülen und schleudern alles, was nach echtem dreckigen Untergrund riecht, bis sie auch den letzten Krümel Leben ausgewaschen haben : Der anstössge Bodensatz rauscht durchs Abflussrohr, und mit dem blassen Rest schmücken sie dann ihre heile Welt. Die machen noch aus jedem Protest eine pflegeleichte Mode.
Und zur Zeit, Anfang `87, schien es tatsächlich, als hätte das Establishment den Kampf gegen die rebellische Jugend endgültig gewonnen : Der Punk war tod, länger schon, hatte sich gespalten in eine Alkoholfraktion, die moderne Ausgabe des Berbers, und in die Hardcore-Variante, die vegetarisch isst, Mineralwasser trinkt und zum Zeichen dafür ein Kreuz auf der Hand trägt. Und beide hatten ihre Kraft verloren. Auch die Häuserkämpfer waren friedlich geworden und kultivierten in ihren erstrittenen Häusern eine verbiesterte Welt, die sich wenig unterschied von der Gartenzwerg-Idylle ihrer Gegner. Allein in der Hamburger Hafenstrasse wucherte noch ein wenig Wildwuchs, aber auch der schien zu zerfallen in verbohrte Politkämpfer und versoffene Stadtstreicher. Keine Frage, es war eine blutleere Zeit. Umso dringender gierte sie nach Infusionen wirklichen Lebens. Die Trend-Scouts griffen alles ab, was nach Neuigkeit, nach Authentizität, dem echten Gefühl und der lebendigen Wut roch : 50er- Revival , 60er- Revival, 70er- Revival, Teds, Mods, Psychs.Noch bevor sich Widerstand richtig formieren konnte, wurde er schon in den Life-Style-Boutiquen verramscht. Der Protest degenerierte zur konsumierbaren Mode. Und die Umlaufgeschwindigkeit dieser Moden war viel zu schnell, als dass sich wirklich etwas hätte zusammenbrauen können.
Die einzigen, die resistent waren gegen das Waschprogramm, lungerten auf dem Platz vor dem Fenster herum oder in U-Bahn-Höfen und pumpten sich voll mit Alkohol oder drückten sich Gift in die Venen. Desillusionierte Protest - Zombies, die entweder durch die Gullis rutschten oder von der Polizei entsorgt wurden, wenn sie zu sperrig waren für die Kanalisation.
Besonders deutlich war das alles in Ottensen. Vor ein paar Jahren noch hatte der Punk dort sein Revier, aber dann war das Viertel in die Waschmaschine geraten. Kritische Kreativeisten/innen nisteten sich ein, We/innenrbeleute, Filmemacher/innen, Fotographen/innen, Journalisten/innen, die ganze linke Schickeria/innen, die früher mal Kämpferisch und jetzt nur noch zynisch war : Underground - Vampire, die am Widerstand schmarotzen, um Authentizität zu saugen, weil sie selbst keine mehr besitzen. >>Die Welt ist ein Waschcenter<<, stellte Mattejat fest, >>und was sie braucht, ist ein Kurzschluss. Dann nämlich öffnen sich die Gullis, und der ganze weggespülte Dreck quillt aus der Kanalisation in die Designerwohnungen hinein, wo er diesen Leuten dann bis zum Hals steht.<< Deshalb gründete er, Frühjahr`87, zusammen mit seinen Freund und Künstlerkollegen Giuseppe Gagliano das TRASCH -CENTER - Altona. >>TRASCH<< ist das Gegenteil von >>Wasch<< : die Kultivierung des Drecks, ein fröhliches Ja zur Kloake, Abfall im Getriebe der Gesellschaft, Dekoration des Untergangs .>>Industrie-Aids<<, wie Mattejat sagt.
In jedem Fall ist es eine Kriegserklärung an alle nassen Lappen, keine gewalttätige, nicht mittels Pflastersteinen, Molotow -Cocktails oder Umlegen von Strommasten, sondern durch Kunst, Witz, individuelle Anarchie, immer hart an der Schmerzgrenze des guten Geschmacks, manchmal auch jenseits von Vernunft oder sozialem Gewissen.

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BLOCK/LOCH

Time of construction: 3 Weeks

Location: Elbstrand Oevelgoenne, Hamburg Germany, one of the most polluted rivers in Europe

Size: 5 mtr.x 4 mtr. x 2, 5 mtr.

Volume: 50 cubicmeter sand

Weight: 125 Tons

Windows: 2 bank-safety-glasses 130 cm x 80 cm (windows exit 20 cm x 40 cm)

direction: straight east-west

Material: reinforced concrete and sand from the beach
That´s why the „ HOLE (LOCH) “

in the “ BLOCK „ they are 2 windows, flooded by daylight, showing a small room in a room.

From that reason you found the way for many interpretations, build up your own picture

The TRASCH CENTER 1987-90, is a group of painters, musicans and other art - activists who share the strong desire to channel and amplify the activities in a non - restrictive Atmosphere.
For that reason, the TRASCH CENTER is a platform for action and animation, to present lots of authentic and strange documents of cultural resistance.
With a certain preference for DaDa, irreal psychology and a multimedial way of action. The TRASCH CENTER till today brings along a mix of contrary projects.

Das TRASCH CENTER1987-90, ist eine Gruppe von Malern, Musikern und Aktionisten, die den starken Antrieb verspueren, ihre Aktivitaeten in offener, nicht dogmatischer Form zu kanalisieren und damit zu verstaerken.Aus diesem Grund hat das TRASCH CENTER ein Forum eroeffnet : als Zentrum für Aktionen und Animationen.Schwerpunkte unserer Trasch - Arbeit sind neo - DaDa - psychedelische Psychologie sowie die Kultivierung multimedialer Ansaezte. Bis heute hat das TRASCH CENTER eine bizarre Mischung der gegensaetzlichsten Projekte hervorgebracht.

TRASCH CENTER 1987-2002 VITA
1987-Gruendung des TRASCH-CENTER´s
1987-Gegendarstellung„ Kunstpreis Altona“
1987-Ausstellungen-Performances-Konzerte
1988-1.Elbsymposium,Oevelgoenne,Hamburg
1988-Trasch-Kulturkongress, Literaturhaus
1988-Kunstverein Geheim
1988-Stuhlgang, Lessingtunnel
1988-Trasch-Center-Festival, Fabrik
1988-Trasch-Musikkongress, Eisengiesserei, release 20 TCA Hits
1989-Trasch-Center-deformation, Kampnagel
1989-Art-Beat Galerie, Hamburg
1989-2.Elbsymposium,Oevelgoenne,Hamburg
1989-20 Staubsauger, Kunstverein, Hamburg
1989-Crossover-Festival, Markthalle
1989-Gaby & Guenter Festival, Kasematten, Deichtorhallen
1990-3.Elbsymposium, Block/Loch

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Er sass auf der Holzbank links neben den Trockenschleudern, mit dem Rücken zum Fenster und starrte in die Waschmaschine Nummer acht. Hinter seinen Schläfen pochte der Tequila vom Abend zuvor, über ihm brannten die Neonlampen, weil die sowieso Tag und Nacht brennen, und draussen vor dem Fenster, auf dem Spritzenplatz im Hamburger Stadtteil Ottensen, läuteten ein paar Alkoholiker ihre alltäglichen Absturz ein.
>>Wie im richtigen Leben<<, dachte Lothar Mattejat, während er seiner Wäsche zuschaute : Hinter dem zerkratzten Glas der Waschmaschine gurgelte das Wasser hoch. Erst durchsichtig klar, später milchig weiss, dann färbte der Schmutz in den Klamotten das Wasser immer dunkler. Zum Schluss verschwand die Brühe über Abflussschläuche irgendwo hinter der Wand aus Holzimitat, aseptisch und unsichtbar. Und die Kleider hingen sauber, aber kraftlos am Gehäuse der Trommel.
>>Die Welt ist ein Wasch - Center<<, dachte er und fischte das nasse Zeug aus der Maschine. >>Die spülen und schleudern alles, was nach echtem dreckigen Untergrund riecht, bis sie auch den letzten Krümel Leben ausgewaschen haben : Der anstössge Bodensatz rauscht durchs Abflussrohr, und mit dem blassen Rest schmücken sie dann ihre heile Welt. Die machen noch aus jedem Protest eine pflegeleichte Mode.
Und zur Zeit, Anfang `87, schien es tatsächlich, als hätte das Establishment den Kampf gegen die rebellische Jugend endgültig gewonnen : Der Punk war tod, länger schon, hatte sich gespalten in eine Alkoholfraktion, die moderne Ausgabe des Berbers, und in die Hardcore-Variante, die vegetarisch isst, Mineralwasser trinkt und zum Zeichen dafür ein Kreuz auf der Hand trägt. Und beide hatten ihre Kraft verloren. Auch die Häuserkämpfer waren friedlich geworden und kultivierten in ihren erstrittenen Häusern eine verbiesterte Welt, die sich wenig unterschied von der Gartenzwerg-Idylle ihrer Gegner. Allein in der Hamburger Hafenstrasse wucherte noch ein wenig Wildwuchs, aber auch der schien zu zerfallen in verbohrte Politkämpfer und versoffene Stadtstreicher. Keine Frage, es war eine blutleere Zeit. Umso dringender gierte sie nach Infusionen wirklichen Lebens. Die Trend-Scouts griffen alles ab, was nach Neuigkeit, nach Authentizität, dem echten Gefühl und der lebendigen Wut roch : 50er- Revival , 60er- Revival, 70er- Revival, Teds, Mods, Psychs.Noch bevor sich Widerstand richtig formieren konnte, wurde er schon in den Life-Style-Boutiquen verramscht. Der Protest degenerierte zur konsumierbaren Mode. Und die Umlaufgeschwindigkeit dieser Moden war viel zu schnell, als dass sich wirklich etwas hätte zusammenbrauen können.
Die einzigen, die resistent waren gegen das Waschprogramm, lungerten auf dem Platz vor dem Fenster herum oder in U-Bahn-Höfen und pumpten sich voll mit Alkohol oder drückten sich Gift in die Venen. Desillusionierte Protest - Zombies, die entweder durch die Gullis rutschten oder von der Polizei entsorgt wurden, wenn sie zu sperrig waren für die Kanalisation.
Besonders deutlich war das alles in Ottensen. Vor ein paar Jahren noch hatte der Punk dort sein Revier, aber dann war das Viertel in die Waschmaschine geraten. Kritische Kreativeisten/innen nisteten sich ein, We/innenrbeleute, Filmemacher/innen, Fotographen/innen, Journalisten/innen, die ganze linke Schickeria/innen, die früher mal Kämpferisch und jetzt nur noch zynisch war : Underground - Vampire, die am Widerstand schmarotzen, um Authentizität zu saugen, weil sie selbst keine mehr besitzen. >>Die Welt ist ein Waschcenter<<, stellte Mattejat fest, >>und was sie braucht, ist ein Kurzschluss. Dann nämlich öffnen sich die Gullis, und der ganze weggespülte Dreck quillt aus der Kanalisation in die Designerwohnungen hinein, wo er diesen Leuten dann bis zum Hals steht.<< Deshalb gründete er, Frühjahr`87, zusammen mit seinen Freund und Künstlerkollegen Giuseppe Gagliano das TRASCH -CENTER - Altona. >>TRASCH<< ist das Gegenteil von >>Wasch<< : die Kultivierung des Drecks, ein fröhliches Ja zur Kloake, Abfall im Getriebe der Gesellschaft, Dekoration des Untergangs .>>Industrie-Aids<<, wie Mattejat sagt.
In jedem Fall ist es eine Kriegserklärung an alle nassen Lappen, keine gewalttätige, nicht mittels Pflastersteinen, Molotow -Cocktails oder Umlegen von Strommasten, sondern durch Kunst, Witz, individuelle Anarchie, immer hart an der Schmerzgrenze des guten Geschmacks, manchmal auch jenseits von Vernunft oder sozialem Gewissen.

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Time of construction: 3 Weeks

Location: Elbstrand Oevelgoenne, Hamburg Germany, one of the most polluted rivers in Europe

Size: 5 mtr.x 4 mtr. x 2, 5 mtr.

Volume: 50 cubicmeter sand

Weight: 125 Tons

Windows: 2 bank-safety-glasses 130 cm x 80 cm (windows exit 20 cm x 40 cm)

direction: straight east-west

Material: reinforced concrete and sand from the beach
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The TRASCH CENTER 1987-90, is a group of painters, musicans and other art - activists who share the strong desire to channel and amplify the activities in a non - restrictive Atmosphere.
For that reason, the TRASCH CENTER is a platform for action and animation, to present lots of authentic and strange documents of cultural resistance.
With a certain preference for DaDa, irreal psychology and a multimedial way of action. The TRASCH CENTER till today brings along a mix of contrary projects.

Das TRASCH CENTER1987-90, ist eine Gruppe von Malern, Musikern und Aktionisten, die den starken Antrieb verspueren, ihre Aktivitaeten in offener, nicht dogmatischer Form zu kanalisieren und damit zu verstaerken.Aus diesem Grund hat das TRASCH CENTER ein Forum eroeffnet : als Zentrum für Aktionen und Animationen.Schwerpunkte unserer Trasch - Arbeit sind neo - DaDa - psychedelische Psychologie sowie die Kultivierung multimedialer Ansaezte. Bis heute hat das TRASCH CENTER eine bizarre Mischung der gegensaetzlichsten Projekte hervorgebracht.

TRASCH CENTER 1987-2002 VITA
1987-Gruendung des TRASCH-CENTER´s
1987-Gegendarstellung„ Kunstpreis Altona“
1987-Ausstellungen-Performances-Konzerte
1988-1.Elbsymposium,Oevelgoenne,Hamburg
1988-Trasch-Kulturkongress, Literaturhaus
1988-Kunstverein Geheim
1988-Stuhlgang, Lessingtunnel
1988-Trasch-Center-Festival, Fabrik
1988-Trasch-Musikkongress, Eisengiesserei, release 20 TCA Hits
1989-Trasch-Center-deformation, Kampnagel
1989-Art-Beat Galerie, Hamburg
1989-2.Elbsymposium,Oevelgoenne,Hamburg
1989-20 Staubsauger, Kunstverein, Hamburg
1989-Crossover-Festival, Markthalle
1989-Gaby & Guenter Festival, Kasematten, Deichtorhallen
1990-3.Elbsymposium, Block/Loch

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Er sass auf der Holzbank links neben den Trockenschleudern, mit dem Rücken zum Fenster und starrte in die Waschmaschine Nummer acht. Hinter seinen Schläfen pochte der Tequila vom Abend zuvor, über ihm brannten die Neonlampen, weil die sowieso Tag und Nacht brennen, und draussen vor dem Fenster, auf dem Spritzenplatz im Hamburger Stadtteil Ottensen, läuteten ein paar Alkoholiker ihre alltäglichen Absturz ein.
>>Wie im richtigen Leben<<, dachte Lothar Mattejat, während er seiner Wäsche zuschaute : Hinter dem zerkratzten Glas der Waschmaschine gurgelte das Wasser hoch. Erst durchsichtig klar, später milchig weiss, dann färbte der Schmutz in den Klamotten das Wasser immer dunkler. Zum Schluss verschwand die Brühe über Abflussschläuche irgendwo hinter der Wand aus Holzimitat, aseptisch und unsichtbar. Und die Kleider hingen sauber, aber kraftlos am Gehäuse der Trommel.
>>Die Welt ist ein Wasch - Center<<, dachte er und fischte das nasse Zeug aus der Maschine. >>Die spülen und schleudern alles, was nach echtem dreckigen Untergrund riecht, bis sie auch den letzten Krümel Leben ausgewaschen haben : Der anstössge Bodensatz rauscht durchs Abflussrohr, und mit dem blassen Rest schmücken sie dann ihre heile Welt. Die machen noch aus jedem Protest eine pflegeleichte Mode.
Und zur Zeit, Anfang `87, schien es tatsächlich, als hätte das Establishment den Kampf gegen die rebellische Jugend endgültig gewonnen : Der Punk war tod, länger schon, hatte sich gespalten in eine Alkoholfraktion, die moderne Ausgabe des Berbers, und in die Hardcore-Variante, die vegetarisch isst, Mineralwasser trinkt und zum Zeichen dafür ein Kreuz auf der Hand trägt. Und beide hatten ihre Kraft verloren. Auch die Häuserkämpfer waren friedlich geworden und kultivierten in ihren erstrittenen Häusern eine verbiesterte Welt, die sich wenig unterschied von der Gartenzwerg-Idylle ihrer Gegner. Allein in der Hamburger Hafenstrasse wucherte noch ein wenig Wildwuchs, aber auch der schien zu zerfallen in verbohrte Politkämpfer und versoffene Stadtstreicher. Keine Frage, es war eine blutleere Zeit. Umso dringender gierte sie nach Infusionen wirklichen Lebens. Die Trend-Scouts griffen alles ab, was nach Neuigkeit, nach Authentizität, dem echten Gefühl und der lebendigen Wut roch : 50er- Revival , 60er- Revival, 70er- Revival, Teds, Mods, Psychs.Noch bevor sich Widerstand richtig formieren konnte, wurde er schon in den Life-Style-Boutiquen verramscht. Der Protest degenerierte zur konsumierbaren Mode. Und die Umlaufgeschwindigkeit dieser Moden war viel zu schnell, als dass sich wirklich etwas hätte zusammenbrauen können.
Die einzigen, die resistent waren gegen das Waschprogramm, lungerten auf dem Platz vor dem Fenster herum oder in U-Bahn-Höfen und pumpten sich voll mit Alkohol oder drückten sich Gift in die Venen. Desillusionierte Protest - Zombies, die entweder durch die Gullis rutschten oder von der Polizei entsorgt wurden, wenn sie zu sperrig waren für die Kanalisation.
Besonders deutlich war das alles in Ottensen. Vor ein paar Jahren noch hatte der Punk dort sein Revier, aber dann war das Viertel in die Waschmaschine geraten. Kritische Kreativeisten/innen nisteten sich ein, We/innenrbeleute, Filmemacher/innen, Fotographen/innen, Journalisten/innen, die ganze linke Schickeria/innen, die früher mal Kämpferisch und jetzt nur noch zynisch war : Underground - Vampire, die am Widerstand schmarotzen, um Authentizität zu saugen, weil sie selbst keine mehr besitzen. >>Die Welt ist ein Waschcenter<<, stellte Mattejat fest, >>und was sie braucht, ist ein Kurzschluss. Dann nämlich öffnen sich die Gullis, und der ganze weggespülte Dreck quillt aus der Kanalisation in die Designerwohnungen hinein, wo er diesen Leuten dann bis zum Hals steht.<< Deshalb gründete er, Frühjahr`87, zusammen mit seinen Freund und Künstlerkollegen Giuseppe Gagliano das TRASCH -CENTER - Altona. >>TRASCH<< ist das Gegenteil von >>Wasch<< : die Kultivierung des Drecks, ein fröhliches Ja zur Kloake, Abfall im Getriebe der Gesellschaft, Dekoration des Untergangs .>>Industrie-Aids<<, wie Mattejat sagt.
In jedem Fall ist es eine Kriegserklärung an alle nassen Lappen, keine gewalttätige, nicht mittels Pflastersteinen, Molotow -Cocktails oder Umlegen von Strommasten, sondern durch Kunst, Witz, individuelle Anarchie, immer hart an der Schmerzgrenze des guten Geschmacks, manchmal auch jenseits von Vernunft oder sozialem Gewissen.

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Location: Elbstrand Oevelgoenne, Hamburg Germany, one of the most polluted rivers in Europe

Size: 5 mtr.x 4 mtr. x 2, 5 mtr.

Volume: 50 cubicmeter sand

Weight: 125 Tons

Windows: 2 bank-safety-glasses 130 cm x 80 cm (windows exit 20 cm x 40 cm)

direction: straight east-west

Material: reinforced concrete and sand from the beach
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in the “ BLOCK „ they are 2 windows, flooded by daylight, showing a small room in a room.

From that reason you found the way for many interpretations, build up your own picture

The TRASCH CENTER 1987-90, is a group of painters, musicans and other art - activists who share the strong desire to channel and amplify the activities in a non - restrictive Atmosphere.
For that reason, the TRASCH CENTER is a platform for action and animation, to present lots of authentic and strange documents of cultural resistance.
With a certain preference for DaDa, irreal psychology and a multimedial way of action. The TRASCH CENTER till today brings along a mix of contrary projects.

Das TRASCH CENTER1987-90, ist eine Gruppe von Malern, Musikern und Aktionisten, die den starken Antrieb verspueren, ihre Aktivitaeten in offener, nicht dogmatischer Form zu kanalisieren und damit zu verstaerken.Aus diesem Grund hat das TRASCH CENTER ein Forum eroeffnet : als Zentrum für Aktionen und Animationen.Schwerpunkte unserer Trasch - Arbeit sind neo - DaDa - psychedelische Psychologie sowie die Kultivierung multimedialer Ansaezte. Bis heute hat das TRASCH CENTER eine bizarre Mischung der gegensaetzlichsten Projekte hervorgebracht.

TRASCH CENTER 1987-2002 VITA
1987-Gruendung des TRASCH-CENTER´s
1987-Gegendarstellung„ Kunstpreis Altona“
1987-Ausstellungen-Performances-Konzerte
1988-1.Elbsymposium,Oevelgoenne,Hamburg
1988-Trasch-Kulturkongress, Literaturhaus
1988-Kunstverein Geheim
1988-Stuhlgang, Lessingtunnel
1988-Trasch-Center-Festival, Fabrik
1988-Trasch-Musikkongress, Eisengiesserei, release 20 TCA Hits
1989-Trasch-Center-deformation, Kampnagel
1989-Art-Beat Galerie, Hamburg
1989-2.Elbsymposium,Oevelgoenne,Hamburg
1989-20 Staubsauger, Kunstverein, Hamburg
1989-Crossover-Festival, Markthalle
1989-Gaby & Guenter Festival, Kasematten, Deichtorhallen
1990-3.Elbsymposium, Block/Loch

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Er sass auf der Holzbank links neben den Trockenschleudern, mit dem Rücken zum Fenster und starrte in die Waschmaschine Nummer acht. Hinter seinen Schläfen pochte der Tequila vom Abend zuvor, über ihm brannten die Neonlampen, weil die sowieso Tag und Nacht brennen, und draussen vor dem Fenster, auf dem Spritzenplatz im Hamburger Stadtteil Ottensen, läuteten ein paar Alkoholiker ihre alltäglichen Absturz ein.
>>Wie im richtigen Leben<<, dachte Lothar Mattejat, während er seiner Wäsche zuschaute : Hinter dem zerkratzten Glas der Waschmaschine gurgelte das Wasser hoch. Erst durchsichtig klar, später milchig weiss, dann färbte der Schmutz in den Klamotten das Wasser immer dunkler. Zum Schluss verschwand die Brühe über Abflussschläuche irgendwo hinter der Wand aus Holzimitat, aseptisch und unsichtbar. Und die Kleider hingen sauber, aber kraftlos am Gehäuse der Trommel.
>>Die Welt ist ein Wasch - Center<<, dachte er und fischte das nasse Zeug aus der Maschine. >>Die spülen und schleudern alles, was nach echtem dreckigen Untergrund riecht, bis sie auch den letzten Krümel Leben ausgewaschen haben : Der anstössge Bodensatz rauscht durchs Abflussrohr, und mit dem blassen Rest schmücken sie dann ihre heile Welt. Die machen noch aus jedem Protest eine pflegeleichte Mode.
Und zur Zeit, Anfang `87, schien es tatsächlich, als hätte das Establishment den Kampf gegen die rebellische Jugend endgültig gewonnen : Der Punk war tod, länger schon, hatte sich gespalten in eine Alkoholfraktion, die moderne Ausgabe des Berbers, und in die Hardcore-Variante, die vegetarisch isst, Mineralwasser trinkt und zum Zeichen dafür ein Kreuz auf der Hand trägt. Und beide hatten ihre Kraft verloren. Auch die Häuserkämpfer waren friedlich geworden und kultivierten in ihren erstrittenen Häusern eine verbiesterte Welt, die sich wenig unterschied von der Gartenzwerg-Idylle ihrer Gegner. Allein in der Hamburger Hafenstrasse wucherte noch ein wenig Wildwuchs, aber auch der schien zu zerfallen in verbohrte Politkämpfer und versoffene Stadtstreicher. Keine Frage, es war eine blutleere Zeit. Umso dringender gierte sie nach Infusionen wirklichen Lebens. Die Trend-Scouts griffen alles ab, was nach Neuigkeit, nach Authentizität, dem echten Gefühl und der lebendigen Wut roch : 50er- Revival , 60er- Revival, 70er- Revival, Teds, Mods, Psychs.Noch bevor sich Widerstand richtig formieren konnte, wurde er schon in den Life-Style-Boutiquen verramscht. Der Protest degenerierte zur konsumierbaren Mode. Und die Umlaufgeschwindigkeit dieser Moden war viel zu schnell, als dass sich wirklich etwas hätte zusammenbrauen können.
Die einzigen, die resistent waren gegen das Waschprogramm, lungerten auf dem Platz vor dem Fenster herum oder in U-Bahn-Höfen und pumpten sich voll mit Alkohol oder drückten sich Gift in die Venen. Desillusionierte Protest - Zombies, die entweder durch die Gullis rutschten oder von der Polizei entsorgt wurden, wenn sie zu sperrig waren für die Kanalisation.
Besonders deutlich war das alles in Ottensen. Vor ein paar Jahren noch hatte der Punk dort sein Revier, aber dann war das Viertel in die Waschmaschine geraten. Kritische Kreativeisten/innen nisteten sich ein, We/innenrbeleute, Filmemacher/innen, Fotographen/innen, Journalisten/innen, die ganze linke Schickeria/innen, die früher mal Kämpferisch und jetzt nur noch zynisch war : Underground - Vampire, die am Widerstand schmarotzen, um Authentizität zu saugen, weil sie selbst keine mehr besitzen. >>Die Welt ist ein Waschcenter<<, stellte Mattejat fest, >>und was sie braucht, ist ein Kurzschluss. Dann nämlich öffnen sich die Gullis, und der ganze weggespülte Dreck quillt aus der Kanalisation in die Designerwohnungen hinein, wo er diesen Leuten dann bis zum Hals steht.<< Deshalb gründete er, Frühjahr`87, zusammen mit seinen Freund und Künstlerkollegen Giuseppe Gagliano das TRASCH -CENTER - Altona. >>TRASCH<< ist das Gegenteil von >>Wasch<< : die Kultivierung des Drecks, ein fröhliches Ja zur Kloake, Abfall im Getriebe der Gesellschaft, Dekoration des Untergangs .>>Industrie-Aids<<, wie Mattejat sagt.
In jedem Fall ist es eine Kriegserklärung an alle nassen Lappen, keine gewalttätige, nicht mittels Pflastersteinen, Molotow -Cocktails oder Umlegen von Strommasten, sondern durch Kunst, Witz, individuelle Anarchie, immer hart an der Schmerzgrenze des guten Geschmacks, manchmal auch jenseits von Vernunft oder sozialem Gewissen.

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For that reason, the TRASCH CENTER is a platform for action and animation, to present lots of authentic and strange documents of cultural resistance.
With a certain preference for DaDa, irreal psychology and a multimedial way of action. The TRASCH CENTER till today brings along a mix of contrary projects.

Das TRASCH CENTER1987-90, ist eine Gruppe von Malern, Musikern und Aktionisten, die den starken Antrieb verspueren, ihre Aktivitaeten in offener, nicht dogmatischer Form zu kanalisieren und damit zu verstaerken.Aus diesem Grund hat das TRASCH CENTER ein Forum eroeffnet : als Zentrum für Aktionen und Animationen.Schwerpunkte unserer Trasch - Arbeit sind neo - DaDa - psychedelische Psychologie sowie die Kultivierung multimedialer Ansaezte. Bis heute hat das TRASCH CENTER eine bizarre Mischung der gegensaetzlichsten Projekte hervorgebracht.

Er sass auf der Holzbank links neben den Trockenschleudern, mit dem Rücken zum Fenster und starrte in die Waschmaschine Nummer acht. Hinter seinen Schläfen pochte der Tequila vom Abend zuvor, über ihm brannten die Neonlampen, weil die sowieso Tag und Nacht brennen, und draussen vor dem Fenster, auf dem Spritzenplatz im Hamburger Stadtteil Ottensen, läuteten ein paar Alkoholiker ihre alltäglichen Absturz ein.
>>Wie im richtigen Leben<<, dachte Lothar Mattejat, während er seiner Wäsche zuschaute : Hinter dem zerkratzten Glas der Waschmaschine gurgelte das Wasser hoch. Erst durchsichtig klar, später milchig weiss, dann färbte der Schmutz in den Klamotten das Wasser immer dunkler. Zum Schluss verschwand die Brühe über Abflussschläuche irgendwo hinter der Wand aus Holzimitat, aseptisch und unsichtbar. Und die Kleider hingen sauber, aber kraftlos am Gehäuse der Trommel.
>>Die Welt ist ein Wasch - Center<<, dachte er und fischte das nasse Zeug aus der Maschine. >>Die spülen und schleudern alles, was nach echtem dreckigen Untergrund riecht, bis sie auch den letzten Krümel Leben ausgewaschen haben : Der anstössge Bodensatz rauscht durchs Abflussrohr, und mit dem blassen Rest schmücken sie dann ihre heile Welt. Die machen noch aus jedem Protest eine pflegeleichte Mode.
Und zur Zeit, Anfang `87, schien es tatsächlich, als hätte das Establishment den Kampf gegen die rebellische Jugend endgültig gewonnen : Der Punk war tod, länger schon, hatte sich gespalten in eine Alkoholfraktion, die moderne Ausgabe des Berbers, und in die Hardcore-Variante, die vegetarisch isst, Mineralwasser trinkt und zum Zeichen dafür ein Kreuz auf der Hand trägt. Und beide hatten ihre Kraft verloren. Auch die Häuserkämpfer waren friedlich geworden und kultivierten in ihren erstrittenen Häusern eine verbiesterte Welt, die sich wenig unterschied von der Gartenzwerg-Idylle ihrer Gegner. Allein in der Hamburger Hafenstrasse wucherte noch ein wenig Wildwuchs, aber auch der schien zu zerfallen in verbohrte Politkämpfer und versoffene Stadtstreicher. Keine Frage, es war eine blutleere Zeit. Umso dringender gierte sie nach Infusionen wirklichen Lebens. Die Trend-Scouts griffen alles ab, was nach Neuigkeit, nach Authentizität, dem echten Gefühl und der lebendigen Wut roch : 50er- Revival , 60er- Revival, 70er- Revival, Teds, Mods, Psychs.Noch bevor sich Widerstand richtig formieren konnte, wurde er schon in den Life-Style-Boutiquen verramscht. Der Protest degenerierte zur konsumierbaren Mode. Und die Umlaufgeschwindigkeit dieser Moden war viel zu schnell, als dass sich wirklich etwas hätte zusammenbrauen können.
Die einzigen, die resistent waren gegen das Waschprogramm, lungerten auf dem Platz vor dem Fenster herum oder in U-Bahn-Höfen und pumpten sich voll mit Alkohol oder drückten sich Gift in die Venen. Desillusionierte Protest - Zombies, die entweder durch die Gullis rutschten oder von der Polizei entsorgt wurden, wenn sie zu sperrig waren für die Kanalisation.
Besonders deutlich war das alles in Ottensen. Vor ein paar Jahren noch hatte der Punk dort sein Revier, aber dann war das Viertel in die Waschmaschine geraten. Kritische Kreativeisten/innen nisteten sich ein, We/innenrbeleute, Filmemacher/innen, Fotographen/innen, Journalisten/innen, die ganze linke Schickeria/innen, die früher mal Kämpferisch und jetzt nur noch zynisch war : Underground - Vampire, die am Widerstand schmarotzen, um Authentizität zu saugen, weil sie selbst keine mehr besitzen. >>Die Welt ist ein Waschcenter<<, stellte Mattejat fest, >>und was sie braucht, ist ein Kurzschluss. Dann nämlich öffnen sich die Gullis, und der ganze weggespülte Dreck quillt aus der Kanalisation in die Designerwohnungen hinein, wo er diesen Leuten dann bis zum Hals steht.<< Deshalb gründete er, Frühjahr`87, zusammen mit seinen Freund und Künstlerkollegen Giuseppe Gagliano das TRASCH -CENTER - Altona. >>TRASCH<< ist das Gegenteil von >>Wasch<< : die Kultivierung des Drecks, ein fröhliches Ja zur Kloake, Abfall im Getriebe der Gesellschaft, Dekoration des Untergangs .>>Industrie-Aids<<, wie Mattejat sagt.
In jedem Fall ist es eine Kriegserklärung an alle nassen Lappen, keine gewalttätige, nicht mittels Pflastersteinen, Molotow -Cocktails oder Umlegen von Strommasten, sondern durch Kunst, Witz, individuelle Anarchie, immer hart an der Schmerzgrenze des guten Geschmacks, manchmal auch jenseits von Vernunft oder sozialem Gewissen.

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http://www.trasch-box.de

Er sass auf der Holzbank links neben den Trockenschleudern, mit dem Rücken zum Fenster und starrte in die Waschmaschine Nummer acht. Hinter seinen Schläfen pochte der Tequila vom Abend zuvor, über ihm brannten die Neonlampen, weil die sowieso Tag und Nacht brennen, und draussen vor dem Fenster, auf dem Spritzenplatz im Hamburger Stadtteil Ottensen, läuteten ein paar Alkoholiker ihre alltäglichen Absturz ein.
>>Wie im richtigen Leben<<, dachte Lothar Mattejat, während er seiner Wäsche zuschaute : Hinter dem zerkratzten Glas der Waschmaschine gurgelte das Wasser hoch. Erst durchsichtig klar, später milchig weiss, dann färbte der Schmutz in den Klamotten das Wasser immer dunkler. Zum Schluss verschwand die Brühe über Abflussschläuche irgendwo hinter der Wand aus Holzimitat, aseptisch und unsichtbar. Und die Kleider hingen sauber, aber kraftlos am Gehäuse der Trommel.
>>Die Welt ist ein Wasch - Center<<, dachte er und fischte das nasse Zeug aus der Maschine. >>Die spülen und schleudern alles, was nach echtem dreckigen Untergrund riecht, bis sie auch den letzten Krümel Leben ausgewaschen haben : Der anstössge Bodensatz rauscht durchs Abflussrohr, und mit dem blassen Rest schmücken sie dann ihre heile Welt. Die machen noch aus jedem Protest eine pflegeleichte Mode.
Und zur Zeit, Anfang `87, schien es tatsächlich, als hätte das Establishment den Kampf gegen die rebellische Jugend endgültig gewonnen : Der Punk war tod, länger schon, hatte sich gespalten in eine Alkoholfraktion, die moderne Ausgabe des Berbers, und in die Hardcore-Variante, die vegetarisch isst, Mineralwasser trinkt und zum Zeichen dafür ein Kreuz auf der Hand trägt. Und beide hatten ihre Kraft verloren. Auch die Häuserkämpfer waren friedlich geworden und kultivierten in ihren erstrittenen Häusern eine verbiesterte Welt, die sich wenig unterschied von der Gartenzwerg-Idylle ihrer Gegner. Allein in der Hamburger Hafenstrasse wucherte noch ein wenig Wildwuchs, aber auch der schien zu zerfallen in verbohrte Politkämpfer und versoffene Stadtstreicher. Keine Frage, es war eine blutleere Zeit. Umso dringender gierte sie nach Infusionen wirklichen Lebens. Die Trend-Scouts griffen alles ab, was nach Neuigkeit, nach Authentizität, dem echten Gefühl und der lebendigen Wut roch : 50er- Revival , 60er- Revival, 70er- Revival, Teds, Mods, Psychs.Noch bevor sich Widerstand richtig formieren konnte, wurde er schon in den Life-Style-Boutiquen verramscht. Der Protest degenerierte zur konsumierbaren Mode. Und die Umlaufgeschwindigkeit dieser Moden war viel zu schnell, als dass sich wirklich etwas hätte zusammenbrauen können.
Die einzigen, die resistent waren gegen das Waschprogramm, lungerten auf dem Platz vor dem Fenster herum oder in U-Bahn-Höfen und pumpten sich voll mit Alkohol oder drückten sich Gift in die Venen. Desillusionierte Protest - Zombies, die entweder durch die Gullis rutschten oder von der Polizei entsorgt wurden, wenn sie zu sperrig waren für die Kanalisation.
Besonders deutlich war das alles in Ottensen. Vor ein paar Jahren noch hatte der Punk dort sein Revier, aber dann war das Viertel in die Waschmaschine geraten. Kritische Kreativeisten/innen nisteten sich ein, We/innenrbeleute, Filmemacher/innen, Fotographen/innen, Journalisten/innen, die ganze linke Schickeria/innen, die früher mal Kämpferisch und jetzt nur noch zynisch war : Underground - Vampire, die am Widerstand schmarotzen, um Authentizität zu saugen, weil sie selbst keine mehr besitzen. >>Die Welt ist ein Waschcenter<<, stellte Mattejat fest, >>und was sie braucht, ist ein Kurzschluss. Dann nämlich öffnen sich die Gullis, und der ganze weggespülte Dreck quillt aus der Kanalisation in die Designerwohnungen hinein, wo er diesen Leuten dann bis zum Hals steht.<< Deshalb gründete er, Frühjahr`87, zusammen mit seinen Freund und Künstlerkollegen Giuseppe Gagliano das TRASCH -CENTER - Altona. >>TRASCH<< ist das Gegenteil von >>Wasch<< : die Kultivierung des Drecks, ein fröhliches Ja zur Kloake, Abfall im Getriebe der Gesellschaft, Dekoration des Untergangs .>>Industrie-Aids<<, wie Mattejat sagt.
In jedem Fall ist es eine Kriegserklärung an alle nassen Lappen, keine gewalttätige, nicht mittels Pflastersteinen, Molotow -Cocktails oder Umlegen von Strommasten, sondern durch Kunst, Witz, individuelle Anarchie, immer hart an der Schmerzgrenze des guten Geschmacks, manchmal auch jenseits von Vernunft oder sozialem Gewissen.

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The TRASCH CENTER 1987-90, is a group of painters, musicans and other art - activists who share the strong desire to channel and amplify the activities in a non - restrictive Atmosphere.
For that reason, the TRASCH CENTER is a platform for action and animation, to present lots of authentic and strange documents of cultural resistance.
With a certain preference for DaDa, irreal psychology and a multimedial way of action. The TRASCH CENTER till today brings along a mix of contrary projects
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Er sass auf der Holzbank links neben den Trockenschleudern, mit dem Rücken zum Fenster und starrte in die Waschmaschine Nummer acht. Hinter seinen Schläfen pochte der Tequila vom Abend zuvor, über ihm brannten die Neonlampen, weil die sowieso Tag und Nacht brennen, und draussen vor dem Fenster, auf dem Spritzenplatz im Hamburger Stadtteil Ottensen, läuteten ein paar Alkoholiker ihre alltäglichen Absturz ein.
>>Wie im richtigen Leben<<, dachte Lothar Mattejat, während er seiner Wäsche zuschaute : Hinter dem zerkratzten Glas der Waschmaschine gurgelte das Wasser hoch. Erst durchsichtig klar, später milchig weiss, dann färbte der Schmutz in den Klamotten das Wasser immer dunkler. Zum Schluss verschwand die Brühe über Abflussschläuche irgendwo hinter der Wand aus Holzimitat, aseptisch und unsichtbar. Und die Kleider hingen sauber, aber kraftlos am Gehäuse der Trommel.
>>Die Welt ist ein Wasch - Center<<, dachte er und fischte das nasse Zeug aus der Maschine. >>Die spülen und schleudern alles, was nach echtem dreckigen Untergrund riecht, bis sie auch den letzten Krümel Leben ausgewaschen haben : Der anstössge Bodensatz rauscht durchs Abflussrohr, und mit dem blassen Rest schmücken sie dann ihre heile Welt. Die machen noch aus jedem Protest eine pflegeleichte Mode.
Und zur Zeit, Anfang `87, schien es tatsächlich, als hätte das Establishment den Kampf gegen die rebellische Jugend endgültig gewonnen : Der Punk war tod, länger schon, hatte sich gespalten in eine Alkoholfraktion, die moderne Ausgabe des Berbers, und in die Hardcore-Variante, die vegetarisch isst, Mineralwasser trinkt und zum Zeichen dafür ein Kreuz auf der Hand trägt. Und beide hatten ihre Kraft verloren. Auch die Häuserkämpfer waren friedlich geworden und kultivierten in ihren erstrittenen Häusern eine verbiesterte Welt, die sich wenig unterschied von der Gartenzwerg-Idylle ihrer Gegner. Allein in der Hamburger Hafenstrasse wucherte noch ein wenig Wildwuchs, aber auch der schien zu zerfallen in verbohrte Politkämpfer und versoffene Stadtstreicher. Keine Frage, es war eine blutleere Zeit. Umso dringender gierte sie nach Infusionen wirklichen Lebens. Die Trend-Scouts griffen alles ab, was nach Neuigkeit, nach Authentizität, dem echten Gefühl und der lebendigen Wut roch : 50er- Revival , 60er- Revival, 70er- Revival, Teds, Mods, Psychs.Noch bevor sich Widerstand richtig formieren konnte, wurde er schon in den Life-Style-Boutiquen verramscht. Der Protest degenerierte zur konsumierbaren Mode. Und die Umlaufgeschwindigkeit dieser Moden war viel zu schnell, als dass sich wirklich etwas hätte zusammenbrauen können.
Die einzigen, die resistent waren gegen das Waschprogramm, lungerten auf dem Platz vor dem Fenster herum oder in U-Bahn-Höfen und pumpten sich voll mit Alkohol oder drückten sich Gift in die Venen. Desillusionierte Protest - Zombies, die entweder durch die Gullis rutschten oder von der Polizei entsorgt wurden, wenn sie zu sperrig waren für die Kanalisation.
Besonders deutlich war das alles in Ottensen. Vor ein paar Jahren noch hatte der Punk dort sein Revier, aber dann war das Viertel in die Waschmaschine geraten. Kritische Kreativeisten/innen nisteten sich ein, We/innenrbeleute, Filmemacher/innen, Fotographen/innen, Journalisten/innen, die ganze linke Schickeria/innen, die früher mal Kämpferisch und jetzt nur noch zynisch war : Underground - Vampire, die am Widerstand schmarotzen, um Authentizität zu saugen, weil sie selbst keine mehr besitzen. >>Die Welt ist ein Waschcenter<<, stellte Mattejat fest, >>und was sie braucht, ist ein Kurzschluss. Dann nämlich öffnen sich die Gullis, und der ganze weggespülte Dreck quillt aus der Kanalisation in die Designerwohnungen hinein, wo er diesen Leuten dann bis zum Hals steht.<< Deshalb gründete er, Frühjahr`87, zusammen mit seinen Freund und Künstlerkollegen Giuseppe Gagliano das TRASCH -CENTER - Altona. >>TRASCH<< ist das Gegenteil von >>Wasch<< : die Kultivierung des Drecks, ein fröhliches Ja zur Kloake, Abfall im Getriebe der Gesellschaft, Dekoration des Untergangs .>>Industrie-Aids<<, wie Mattejat sagt.
In jedem Fall ist es eine Kriegserklärung an alle nassen Lappen, keine gewalttätige, nicht mittels Pflastersteinen, Molotow -Cocktails oder Umlegen von Strommasten, sondern durch Kunst, Witz, individuelle Anarchie, immer hart an der Schmerzgrenze des guten Geschmacks, manchmal auch jenseits von Vernunft oder sozialem Gewissen.

STERN 1988

top Trasch in Galerie Geheim

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The TRASCH CENTER 1987-90, is a group of painters, musicans and other art - activists who share the strong desire to channel and amplify the activities in a non - restrictive Atmosphere.
For that reason, the TRASCH CENTER is a platform for action and animation, to present lots of authentic and strange documents of cultural resistance.
With a certain preference for DaDa, irreal psychology and a multimedial way of action. The TRASCH CENTER till today brings along a mix of contrary projects.

Das TRASCH CENTER1987-90, ist eine Gruppe von Malern, Musikern und Aktionisten, die den starken Antrieb verspueren, ihre Aktivitaeten in offener, nicht dogmatischer Form zu kanalisieren und damit zu verstaerken.Aus diesem Grund hat das TRASCH CENTER ein Forum eroeffnet : als Zentrum für Aktionen und Animationen.Schwerpunkte unserer Trasch - Arbeit sind neo - DaDa - psychedelische Psychologie sowie die Kultivierung multimedialer Ansaezte. Bis heute hat das TRASCH CENTER eine bizarre Mischung der gegensaetzlichsten Projekte hervorgebracht.

Er sass auf der Holzbank links neben den Trockenschleudern, mit dem Rücken zum Fenster und starrte in die Waschmaschine Nummer acht. Hinter seinen Schläfen pochte der Tequila vom Abend zuvor, über ihm brannten die Neonlampen, weil die sowieso Tag und Nacht brennen, und draussen vor dem Fenster, auf dem Spritzenplatz im Hamburger Stadtteil Ottensen, läuteten ein paar Alkoholiker ihre alltäglichen Absturz ein.
>>Wie im richtigen Leben<<, dachte Lothar Mattejat, während er seiner Wäsche zuschaute : Hinter dem zerkratzten Glas der Waschmaschine gurgelte das Wasser hoch. Erst durchsichtig klar, später milchig weiss, dann färbte der Schmutz in den Klamotten das Wasser immer dunkler. Zum Schluss verschwand die Brühe über Abflussschläuche irgendwo hinter der Wand aus Holzimitat, aseptisch und unsichtbar. Und die Kleider hingen sauber, aber kraftlos am Gehäuse der Trommel.
>>Die Welt ist ein Wasch - Center<<, dachte er und fischte das nasse Zeug aus der Maschine. >>Die spülen und schleudern alles, was nach echtem dreckigen Untergrund riecht, bis sie auch den letzten Krümel Leben ausgewaschen haben : Der anstössge Bodensatz rauscht durchs Abflussrohr, und mit dem blassen Rest schmücken sie dann ihre heile Welt. Die machen noch aus jedem Protest eine pflegeleichte Mode.
Und zur Zeit, Anfang `87, schien es tatsächlich, als hätte das Establishment den Kampf gegen die rebellische Jugend endgültig gewonnen : Der Punk war tod, länger schon, hatte sich gespalten in eine Alkoholfraktion, die moderne Ausgabe des Berbers, und in die Hardcore-Variante, die vegetarisch isst, Mineralwasser trinkt und zum Zeichen dafür ein Kreuz auf der Hand trägt. Und beide hatten ihre Kraft verloren. Auch die Häuserkämpfer waren friedlich geworden und kultivierten in ihren erstrittenen Häusern eine verbiesterte Welt, die sich wenig unterschied von der Gartenzwerg-Idylle ihrer Gegner. Allein in der Hamburger Hafenstrasse wucherte noch ein wenig Wildwuchs, aber auch der schien zu zerfallen in verbohrte Politkämpfer und versoffene Stadtstreicher. Keine Frage, es war eine blutleere Zeit. Umso dringender gierte sie nach Infusionen wirklichen Lebens. Die Trend-Scouts griffen alles ab, was nach Neuigkeit, nach Authentizität, dem echten Gefühl und der lebendigen Wut roch : 50er- Revival , 60er- Revival, 70er- Revival, Teds, Mods, Psychs.Noch bevor sich Widerstand richtig formieren konnte, wurde er schon in den Life-Style-Boutiquen verramscht. Der Protest degenerierte zur konsumierbaren Mode. Und die Umlaufgeschwindigkeit dieser Moden war viel zu schnell, als dass sich wirklich etwas hätte zusammenbrauen können.
Die einzigen, die resistent waren gegen das Waschprogramm, lungerten auf dem Platz vor dem Fenster herum oder in U-Bahn-Höfen und pumpten sich voll mit Alkohol oder drückten sich Gift in die Venen. Desillusionierte Protest - Zombies, die entweder durch die Gullis rutschten oder von der Polizei entsorgt wurden, wenn sie zu sperrig waren für die Kanalisation.
Besonders deutlich war das alles in Ottensen. Vor ein paar Jahren noch hatte der Punk dort sein Revier, aber dann war das Viertel in die Waschmaschine geraten. Kritische Kreativeisten/innen nisteten sich ein, We/innenrbeleute, Filmemacher/innen, Fotographen/innen, Journalisten/innen, die ganze linke Schickeria/innen, die früher mal Kämpferisch und jetzt nur noch zynisch war : Underground - Vampire, die am Widerstand schmarotzen, um Authentizität zu saugen, weil sie selbst keine mehr besitzen. >>Die Welt ist ein Waschcenter<<, stellte Mattejat fest, >>und was sie braucht, ist ein Kurzschluss. Dann nämlich öffnen sich die Gullis, und der ganze weggespülte Dreck quillt aus der Kanalisation in die Designerwohnungen hinein, wo er diesen Leuten dann bis zum Hals steht.<< Deshalb gründete er, Frühjahr`87, zusammen mit seinen Freund und Künstlerkollegen Giuseppe Gagliano das TRASCH -CENTER - Altona. >>TRASCH<< ist das Gegenteil von >>Wasch<< : die Kultivierung des Drecks, ein fröhliches Ja zur Kloake, Abfall im Getriebe der Gesellschaft, Dekoration des Untergangs .>>Industrie-Aids<<, wie Mattejat sagt.
In jedem Fall ist es eine Kriegserklärung an alle nassen Lappen, keine gewalttätige, nicht mittels Pflastersteinen, Molotow -Cocktails oder Umlegen von Strommasten, sondern durch Kunst, Witz, individuelle Anarchie, immer hart an der Schmerzgrenze des guten Geschmacks, manchmal auch jenseits von Vernunft oder sozialem Gewissen.

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top 20 Trasch-center Hitz

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20 TRASCH CENTER HITS

Lothar Mattejat, decided to hand-made all the covers of their albums.we show you only one here and it is sculptured, youcan feel (well, you can´t, dear reader, but we could) the ridges in the cut out cardboard windows he hired 59 artists-friends to hand-make 1000 covers,
and each one is completlely different! it makes you
think.......some people will go to extraordinary lengths.

Roger Dean

rainer wiencke, anke herrmann, kairo, maja h., ulrich klanck, ricarda, soraya, volker sernau, herbod, mamad, adelheid, thomas müller, sylvia, bayer bayer, kaus pohl von und zu scharnberg, til ruddies, diabolika, rainer hutsch, stefanie raetsch, gard banker, lady frolly, rolf paustian, lukas, tanja, josephine b., arno, feudel, ottn, jamina, miriam, taxxor, caro, zoe, fritz und hanna, schottsche, roberto ohrt, felix, joe heitmann, monika rieckborn, tom alien, martin bach, lorenz ritter, guiseppe gagliarno, dominic, stefan grunow, georg hartz, sascha, till b., w. busch, neger, olaf barsch, thomas ritter, kalle anker, stefan lösch, nev-y-ton-g, günter knoll, carsten m-l, ST 37, Maren

GE-DANKE an:

die hexenküche von doris,suse und varinia, alexandra und sylvia von drome, gas-rec studio corporation ltd., schottsche für aspirin, bernd von gap, thomas petrak fürs berappen, ja/nein musikverlag fürs nein, s. gümmer für den stress, susis olympia, güdes geduld, dem hafenkrankenhaus, sister pop, ulf und edgar vom born eck, danke fürs anecken, wir grüssen herzlichst helmut kohl und die scheisse-clowns, bitte beherzt in den nächsten acker springen, mahu!, joa satt, der trasch-bagage, uns selbst, frank, geoff, horst, raidar, uwe, mutti und peter, nobs, hardy, ellen, susi 2, jörg, andi, space, dale coai, der erde fürs durchhalten.

20 TRASCH CENTER HITS

erschienen beim DROME Lable im EFA Vertrieb Hamburg

EFA Medien Gmbh Tonträger, Produktion, Vertrieb+Verlag

recordet at GAS-REC. Hamburg

top B-22

http://B-22.org

B-22. Founded in May, 2006 by the artist Lothar Mattejat a social plastic. A factory with 2 dwelling houses, backyard, cellar rooms and communal rooms in St. Pauli. Studios for about 44 artists and cultural-creative. Interuse till the end of July, 2007. 18 artists remain up to the demolition of the front buildings in October, 2007. Some B-22 artists build up the OZM ( ONEZEROMORE , Bartelsstr. 65, Hamburg) and some the Hamburger Kunstmarkt in the Schlachthof, Schanze. Up to modernisation of the factory from November 2007, during the new building of the front buildings approx. 18 artists remain in B-22. In the selfadministered art space project B-22 projects, exhibits, concerts, discourses, readings, videos and perfomances of artists for artists are presented.

http://B-22.org

B-22. Iniziert im Mai 2006 als Soziale Plastik ( Konzept der Zwischenraumnutzung ) von dem Kuenstler Lothar Mattejat. Eine Fabrik mit 2 Wohnhaeusern, Hinterhof, Keller- und Gemeinschaftsraeumen in St. Pauli. Ateliers für cirka 44 Kuenstler und Kulturschaffende. Zwischennutzung bis Ende Juli 2007. 18 Kuenstlern bleiben bis zum Abriss der Vorderhaeuser im Oktober 2007. Einige B-22iger bauen das OZM ( ONEZEROMORE , Bartelsstr. 65, Hamburg, Schanze ) mit auf- einige sind im Hamburger Kunstmarkt beim Schlachthof in der Schanze aktiv . Bis zur Modernisierung der Fabrik ab November 2007, waehrend des Neubaus der Vorderhaeuser verbleiben ca. 18 Kuenstler in der B-22. In dem selbstverwalteten Kunst Raum Projekt B-22 wurden Kunstprojekte, Ausstellungen, Konzerte, Diskurse, Lesungen, Videos und Perfomances von Kuenstlern für Kuenstler dargeboten.

Artists:

TXMX
Dirk Ottn
Josephin Böttger
Peter Afken
Kay Wittke
Marvin Guide
Thekla
Katja Dirichs
Normar-Pyrot
Lily Wittenburg
Lothar Mattejat
Frauke Kerker
FX Felix Schröder
Lene Markusen
Moki
Maja Mos
Alles noch garnicht
Gunnar
Sarah Dhira Barein
Nadine Buehl
Marcel Hüppauff
PCP Crew
c.i.alex solman
Skrollan Alwert
FLSHBX
Rosa Cortés
Bullit 4 You
Peter Boldt
Oliver Simon
Tina Oelker
Corinna Korth
Werner W. Wehrmann
ChicChickClique
Sarah El Sayed
Marcel Hüppauff
Lily Wittenburg
Nadine Buehl
Alexander Brehm
Les Messagers Noirs / Urban
Yara Spaett - Nkid
Asha Edwards
Alexandra Hackbart
Marion Riddering
Ragna Juergensen
FX Felix Schröder
Hanne Frank
Werner W. Wehrmann
Peter Boldt
Feuerlöscher TV
blackdata
KurzFilmAgentur Hamburg e.V.
Giuseppe Gagliano
Lars Schrader
Carsten Schmidt
Andi Arbeit Hahn
Florian Roggow
Oliver Gemballa
Hoch 10
Sascha Poelling
Till Penzek
Markus J.P. Ruscher
mushimara (elektronikmilieu)
manu harmilapi (plainaudio / emh)
gesine pertenbreiter (strom./ female pressure)
alexander mir (elektronikmilieu)
eurokai (liebe*detail)
dns (fightclub)
MFOC
Plemo (Audiolith)
Rüftata110 (mfoc)
Superdefekt (mfoc)
Booty Carrel (Nneon)
DC Schuhe (handbag/abba)
MC Cambodia (Miss Hawaii/ 19t Records - Japan)
Rolf a.k.a. DJ M T Dancefloor (Saalschutz - Zürich/ Swizz)
Qeen Easy(rocksteady-Raggae- Dancehall-soca), Funky Cool Matina (HIP-Hop), Benni Bo (Hip-Hop,D`n`B),Thomassiv (Industriel-exprimental hiphop..,div., D`n`B ),ZeroZpot(D´n`B),Manu Harmilapi alias IAKA ( MinimalElektroTec alias D`n`B)WhateverReport(ElektroTec.breakz) und Goodfella(Elektrobreakz,D`n`B?
KRIKL-KRAKL
WIR SIND WOANDERS 1
FLSHBX
Divination
Frauke Buchholz und Jan Glebinski
Hamra Abbas-Loukia Alavanou-Momo Ando-Helene Appel-Dafni Barbageorgopoulou-Millie Brown-E.M.C. Collard-Ryan-O´Connor-Cushla Donaldson-Noa Edwards-Adham Faramawy-Melissa Frost-Marenka Gabeler & Lucy Pawlak-Lia Anna Hennig-Ursula Llewellyn-Jonathan Murphy-Usman Saeed-Michael Stokes-Nathan Witt. Lesson Exhibiton Divination II- London- Hamburg- Paris from E.M.C. Collard ( London)

B-22 Werkstatt der kreativen Köpfe

In einem Mietshaus auf St. Pauli trifft sich die junge Kunstszene

Nehmen wir an, es gibt tatsächlich einen perfekten Ort, an dem Kinder spielen, Erwachsene alle ihre Träume ausleben können und wo die freien Gesetze des dänischen Hippie-Freistaats Christiana gelten.

Eine Wunschvorstellung? Lothar Mattejat (47) hat einen solchen Platz in einem vierstöckigen Mietshaushaus geschaffen. Mitten in St. Pauli in der Bernstorffstraße 22. Sein Projekt nennt der international gefragte Maler B-22. Sein Mietvertrag läuft genau ein Jahr - bis Juni 2007. Danach wird das Gebäude abgerissen und durch moderne Architektur ersetzt. 45 Fotografen, Graffitikünstler, Bildhauer, Musiker und Kleinunternehmer richteten ihre Ateliers auf den mehr als 1000 Quadratmetern ein. Auf dem efeuberankten Innenhof spielen Kinder. Ein knarrendes Holztor trennt den Schaffensort von der Außenwelt. "Unsere Freiräume sollen effektiv kultiviert werden", so Lothar. Wer länger fernbleibt, muss wieder gehen. Das ist die Bedingung: Es muss gearbeitet werden. Die Hälfte der Talente wählte der ehemalige Punk selbst aus. Die anderen Anwärter kamen auf ihn zu. "Das Kriterium, um aufgenommen zu werden, ist weniger das Können als der feste Wille", legte der Meister fest. Auf diesem Wege fand auch die Pudel-Truppe von MFOC zu ihrer Ladengalerie Damen Schweine Herren im Erdgeschoss. Am 14. Juli weihen Bands, die im Schaufenster spielen, das Büro ein.

In den oberen Etagen quartierten sich die Fusion-Frickler vom Hafenklang e. V. und die Waagenbau-Video-Artisten von Blackdata ein. Der Keller gehört einzig den ES-Galeristen. Das schwule Trio aus Oliver Simon, Marvin Guide und Werner W. Wehrmann hat sich in den dunklen Räumen eine grüne Keimzelle aus tropischen Pflanzen und Blumen geschaffen. Ausstellungen und Cave-Raves sind dort unten geplant. Feste Termine gibt es noch nicht. "Wir stehen schließlich noch ganz am Anfang", so Initiator Lothar. Im Dachgeschoss dagegen rotieren schon seit Wochen die Kreissägen. Silvia Karolina Borda und Lars Becker haben hier oben ihre Spielzeug-Manufaktur. Daneben hausen die Autoklavisten, eine Aktionsgruppe der Kunsthochschule (HFBK).

(MOPO vom 06.07.2006 / SEITE 18-19)