JÄGER UND JÄGERIN
Sie
Wär' ich ein muntres Hirschlein schlank,
Wollt' ich im grünen Walde geh'n,
Spazieren geh'n bei Hörnerklang,
Nach meinem Liebsten mich umseh'n.
Er
Nach meiner Liebsten mich umseh'n,
Tu' ich wohl, zieh' ich früh von hier,
Doch Sie mag niemals zu mir geh'n
Im dunkelgrünen Waldrevier.
Sie
Im dunkelgrünen Waldrevier,
Da blitzt der Liebste rosenrot,
Gefällt so sehr dem armen Tier,
Das Hirschlein wünscht, es läge tot.
Er
Und wär' das schöne Hirschlein tot,
So möcht' ich jagen länger nicht;
Scheint über'n Wald der Morgenrot:
Hüt' schönes Hirschlein, hüte dich!
Sie
Hüt' schönes Hirschlein, hüte dich!
Spricht's Hirschlein selbst in seinem Sinn,
Wie soll ich, soll ich hüten mich,
Wenn ich so sehr verliebet bin?
Er
Weil ich so sehr verliebet bin,
Wollt' ich das Hirschlein, schön und wild,
Aufsuchen tief im Walde drin
Und streicheln, bis es stille hielt.
Sie
Ja, streicheln, bis es stille hielt,
Falsch locken so in Stall und Haus!
Zum Wald springt's Hirschlein frei und wild
Und lacht verliebte Narren aus.
Joseph von Eichendorff (1788-1857)
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